Fliegenfischen
Fliegenfischen, was ist denn das ?
Nein - wir fangen keine Fliegen und Mücken, und wir binden
uns auch keine Fliege um, wenn wir zum Angeln gehen. Nein, wir fangen
richtige Fische, mit einem künstlichen Insekt (Fliege).
Viele Insekten leben, zumindest in bestimmten Entwicklungsstadien, im Wasser und
dienen dort den Fischen als wichtige Nahrungsquelle.
Diese Tatsache machen sich die Fliegenfischer zu nutze, und versuchen mit
„künstlichen Fliegenimitaten" die Fische zu überlisten.
Dabei unterscheidet man die verschiedenen Entwicklungsstadien der Insekten.
Um diesen ultraleichten Köder auch dem Fisch präsentieren zu
können, bedarf es einer speziellen Ausrüstung und Wurftechnik.
Als Fliegenfischer sitzt man nicht in seinem Anglerstuhl und hat die Bierflasche
in der Hand - nein, um die Fliege den Fischen möglichst
„natürlich" präsentieren zu können, ist man ständig in
Bewegung.
„Fliegenfischen ist Arbeit"

Insekten
Fliegen, Larven, Puppen - eigentlich in allen Entwicklungsstadien dienen Insekten
Fischen als Nahrungsquelle.
Alle unsere einheimischen Fischarten bedienen sich davon und würden ohne
Stechmücken, Steinfliegen, Köcherfliegen... nicht überleben.
Aber nicht jeder Fisch nimmt immer jede Fliege. Er weiß genau wie sich ein
Insekt verhält und wann welches vorkommt.
Der Fliegenfischer muss also die richtige Fliege (Muster) zur richtigen Zeit so
natürlich wie möglich einsetzen. Deshalb gibt es z.B. „Nymphen",
mit denen die Larven der Insekten nachgemacht werden oder „Trockenfliegen",
die ein auf dem Wasser sitzendes Insekt bei der Eiablage nachahmen. Mit
„Nassfliegen" werden abgestorbene Insekten, die knapp unter der
Wasseroberfläche treiben imitiert.
Aber nicht nur Insekten werden „nachgemacht". Auch kleine Fische, Libellen
und sogar Mäuse sind möglich.